BER Schaden übertrifft Wirecard sagt Prof. Gemünden

Der BER hat jetzt schon den doppelten Schaden wie der Wirecard Skandal hinterlassen. Wie es dazu kam und ob das Ende der Misere erreicht ist, untersucht dieser Film.

Prof. Dr. Hans Georg Gemünden, Initiator der Studie „Die unglaubliche Odyssee der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg …“ gibt Antworten im Exklusivinterview

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2 Gedanken zu „BER Schaden übertrifft Wirecard sagt Prof. Gemünden

  1. Ein Internatskollege meines Schwagers aus Wien ist einer der führenden Architekten Österreichs, der ist vor 12 Jahren durch den Rohbau gewandert. Er war mehr als sprachlos. Sein Credo, der wird so nie in Betrieb gehen, abreißen und bei A wieder anfangen. Wenn ich mir die ganzen Bubis die im Schnellflug durch die Unis geflogen sind, können die, was sie machen nicht blicken. Ernst&Young immer und immer wieder.
    Habe dem Wowereit meine Bedenken geäußert, genau auch das geschrieben. Es kam eine Mail zurück, die hätte auch ein 5.Klässler verfassen können.

  2. Steckbrief zum Wertverlust von Immobilien unter Flugschneisen (Düsseldorf)
    „Der Weg über Entschädigungen sei viel zu teuer“
    Der Oberbürgermeister von Frankfurt hat Anspruch auf einer 300qm Luxus-Dienstvilla mit Kellerbar, Sauna usw. dazu 1000qm Grundstück am Lerchensberg in einer idyllischer Lage im Frankfurter Süden…und will dort nicht einziehen. Warum schlägt man ein solch verlockendes Geschenk aus? Hier ringsum wohnen begüterte Geschäfts¬leute, Mediziner, Juristen… deren früher aufgeschlossene Haltung dem Flughafen gegenüber sich seit der Eröffnung der Fraport Landebahn im November 2011 dramatisch gewandelt hat.
    Zuvor war das Haus mit 1,3 Millionen Euro bewertet. Jetzt wurde es an einen Investor aus Dubai verkauft – für weniger als eine Million, sagt eine Maklerin, die in der Nachbarschaft wohnt. Auf Wertverluste von lärmbelasteten Immobilien in Flughafennähe sind Makler nicht gut zu sprechen. Sie beschwichtigen, sprechen höchstens von „verzögerten Wertentwicklungen“ und „Schnäppchenjägermarkt“. Doch sind diese billigen Immobilien wirklich ein Schnäppchen?
    Thießen und Schnorr der TU Chemnitz haben in einer Studie ein Wertabschlag von 0,83% je dB(A) oberhalb von 40 dB(A) als Richtwert festgestellt. Er zeigt eine eindeutige Korrelation mit Wertverlusten bis 20% bei Lärmwerte um 55dB(A), die als untere Grenze für eine Übernahme von passiven Schallschutz¬maßnahmen gilt.
    Das gilt jedoch nur für Wohnimmobilien, Gewerbeobjekte sind vom Fluglärmabschlag anscheinend nicht betroffen. Auch gibt es einen aufwertenden Großstadteffekt, sowie geringere Wertabschläge für Gebiete mit gutem Image.
    Die in der sonstigen Literatur behandelten positiven Nähe-Effekte zum Flughafen konnten jedoch die Autoren nicht bestätigen
    Wer in einer Einflugschneise wohnt, muss Garten und Balkon aufgeben, donnern doch dort im 2 Minuten-Abstand die Urlaubsbomber aus Mallorca und Teneriffa über ihre Köpfe. Eine normale Kommunikation ist somit nicht mehr möglich und die unfreiwillige Kerosin-Würze passt auch nicht unbedingt zum Grillhähnchen.
    Wer es sich leisten kann, zieht weg. So könne das soziale Gleichgewicht gestört werden, warnt die Nassauische Heimstätte in ihrer Stellungnahme zum Regionalfonds-Gesetzentwurf. Dann hätten nicht nur Immobilien-eigentümer ein Problem, sondern auch die Politik .
    Es stellt sich jetzt die Frage, wie hoch der Gesamtschaden am Grundeigentum der Anwohner um Düsseldorf sei, der von einer starken Lärmbelastung ausgeht.
    Lärmabschlag: Die Fachliteratur liefert unterschiedliche Ansätze. Rechtsverbindlich dürfte in unserem Fall der Lärmabschlag im Grundstücksmarktbericht des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Düsseldorf sein.
    Dort wird (nur) 5% des Grundstückwerts angegeben.
    Anzahl Betroffene: Wir nutzen dafür eine Forsa-Umfrage des Flughafens Düsseldorf selbst: der Anteil „häufig Betroffene“ wird pro Stadtteil mit der Einwohnerzahlen im Zensus 2011 multipliziert. Ergebnis: rund 170.000 „häufig Betroffene“
    Immobilienwert: Wir nehmen, um m² und m²-Preis pro Einwohner zu rechnen, pro Stadteil die „Wohnsituation der Haushalte in NRW 04/2012“ .
    Unsere (sehr konservative) Rechnung ergibt dabei ein Vermögens¬schaden von 550 Millionen Euro !
    Nimmt man jetzt für die rund 225.000 „gelegentlich Betroffene“ ein Wertabschlag von nur 2% an, käme noch ein Vermögensschaden von 310 Millionen hinzu!
    Würde die Flughafenbetreiberin nur den Vermögensschaden, den sie am Immobilieneigentum der Anwohner verursacht, ausgleichen müssen, wäre sie flugs pleite.
    Dabei werden die immensen Kosten der Gesundheitsschäden noch nicht betrachtet.
    So kann sie weiter gute Gewinne an seine Anteilseigner (50% Stadt Düsseldorf, 50% kanadischer Pensionsfond) zahlen, die Zeche dafür zahlen die Anwohner.

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